Lorenzkirche

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Lorenzkirche Nürnberg: Diese Kunstschätze solltest du nicht verpassen

Die Lorenzkirche in Nürnberg gehört zu den beeindruckendsten Bauwerken der Altstadt. Schon von außen fallen die beiden hohen Türme und die große Rosette über dem Hauptportal ins Auge. Doch auch im Inneren gibt es einiges zu entdecken: einen kunstvoll gearbeiteten Sakramentsaltar, einen schwebenden Engelsgruß und mittelalterliche Glasfenster.

Die Kirche liegt direkt an der Königstraße und ist damit ein idealer Zwischenstopp bei einem Rundgang durch die Nürnberger Altstadt. Du kannst einfach hineingehen und die Kunstwerke auf eigene Faust anschauen. Wenn du mehr über ihre Entstehung erfahren möchtest, lohnt sich eine Führung.

Wo liegt die Lorenzkirche in Nürnberg?

Die Lorenzkirche steht am Lorenzer Platz 10, 90402 Nürnberg, mitten in der südlichen Altstadt und direkt an der Königstraße. Vom Nürnberger Hauptbahnhof läufst du etwa 5 bis 10 Minuten zu Fuß bis zur Kirche. Mit der U-Bahn fährst du bis zur Haltestelle Lorenzkirche – sie liegt direkt neben dem Kirchengebäude.

Die Lage ist ideal für einen Altstadtbummel: Vom Kirchenportal erreichst du die Fleischbrücke und Hauptmarkt zu Fuß. Wenn du mit dem Auto kommst, mußt du in einem Parkhaus parken. Direkt bei der Lorenzkirche kannst du dein Auto nicht abstellen.

Adresse: Lorenzer Platz 10, 90402 Nürnberg
Öffentliche Verkehrsmittel: U-Bahn-Linie U1, Haltestelle Lorenzkirche

Was macht die Lorenzkirche so besonders?

Die Lorenzkirche ist eine dreischiffige gotische Basilika, deren Bau um 1250 begann. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde sie erweitert und aufwendig ausgestattet. Finanziert wurde der Bau unter anderem durch Spenden, Erbschaften und Stiftungen wohlhabender Nürnberger Bürger.

Die Kirche war damit auch ein Ausdruck des Selbstbewusstseins der mittelalterlichen Reichsstadt. Kaufleute und Handwerker stifteten Altäre, Kapellen und Kunstwerke. Viele dieser Arbeiten sind bis heute erhalten. Drei Besonderheiten solltest du dir bei deinem Besuch genauer ansehen:

  • Das Sakramentshaus von Adam Kraft: Das steinerne Kunstwerk ist fast 19 Meter hoch und reicht weit in die Gewölbe hinein.
  • Der Engelsgruß von Veit Stoß: Die Darstellung der Verkündigung hängt frei im Chorraum und wirkt dadurch fast schwebend.
  • Die Lorenzer Rosette: Das große runde Fenster über dem Hauptportal ist eines der auffälligsten Details der Westfassade.

Wenn du nur kurz in die Kirche hineinschaust, übersiehst du leicht die vielen Einzelheiten. Nimm dir deshalb ein paar Minuten Zeit, um den Blick nicht nur nach vorn, sondern auch nach oben zu richten.

Welche Kunstwerke solltest du in der Lorenzkirche unbedingt anschauen?

Das Sakramentshaus von Adam Kraft

Das Sakramentshaus ist eines der bekanntesten Kunstwerke der Lorenzkirche. Der Nürnberger Bildhauer Adam Kraft schuf das filigrane Steinwerk gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Es ist fast 19 Meter hoch und sieht auf den ersten Blick beinahe zu zerbrechlich aus, um aus Stein zu bestehen. Schau dir besonders den unteren Bereich an: Dort sind Figuren zu sehen, die das Kunstwerk scheinbar tragen. Adam Kraft stellte sich selbst als eine dieser Figuren dar. Mit dieser ungewöhnlichen Selbstbildnis-Darstellung hat er sich mitten in seinem Werk verewigt. Auch die feinen Maßwerkformen und die vielen kleinen Figuren lohnen einen genaueren Blick. Anders als bei einem freistehenden Denkmal kannst du hier direkt im Kirchenraum vor einem Werk stehen, dessen Details sich über mehrere Ebenen verteilen.

Der Engelsgruß von Veit Stoß

Der Engelsgruß ist wohl das berühmteste Kunstwerk der Kirche. Der Bildschnitzer Veit Stoß schuf die Darstellung der Verkündigung an Maria um 1517/18. Sie zeigt den Moment, in dem der Erzengel Gabriel Maria die Geburt Jesu ankündigt. Das Besondere ist die Anordnung: Die Figuren und die umgebenden Elemente hängen frei im Chorraum. Der große, ringförmige Rahmen ist mit Engeln und Szenen aus dem Marienleben gestaltet. Von unten wirkt das Werk wie eine eigene kleine Welt, die über den Köpfen der Besucher schwebt. Nimm dir Zeit, die gesamte Komposition zu betrachten – Je nach Blickwinkel erkennst du unterschiedliche Details.

Die Lorenzer Rosette

Bevor du die Kirche betrittst, lohnt sich ein Blick auf die Westfassade. Über dem Hauptportal sitzt die große Rosette, ein kreisförmiges Fenster mit einem aufwendigen steinernen Maßwerk. Die Fenster und Teile der Innenausstattung wurden im Zweiten Weltkrieg beschädigt oder vorsorglich ausgebaut. Die Kirche selbst erlitt bei mehreren Luftangriffen schwere Zerstörungen. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau; am 10. August 1952 wurde St. Lorenz wieder eingeweiht.

Die mittelalterlichen Glasfenster

Schau dir im Inneren die Fenster an. Einige stammen aus dem Mittelalter und wurden von wohlhabenden Nürnberger Familien finanziert. Besonders bekannt sind die sogenannten Kaiserfenster, die auf eine Stiftung Kaiser Friedrichs III. zurückgehen. Die farbigen Glasflächen erzählen nicht nur religiöse Geschichten. Sie geben auch einen Einblick in die Kunstfertigkeit der Glasmalerei und in die Bedeutung, die solche Stiftungen für das Ansehen einer Familie hatten.

Kann man den Turm der Lorenzkirche besteigen?

Ja, die Lorenzkirche bietet öffentliche Turmführungen an. Dabei steigst du auf den Nordturm und bekommst einen Blick über die Nürnberger Altstadt. Auf dem Weg nach oben kannst du außerdem die großen Glocken aus der Nähe sehen. Regulär werden samstags zwei Führungen angeboten:

  • 14 Uhr: kompakte Turmführung, etwa 55 Minuten
  • 15 Uhr: Turmführung mit zusätzlichem Einblick in die Dachbodenkonstruktion, etwa 55 Minuten

Die Teilnahme kostet 8 Euro pro Person; Kinder bis 14 Jahre zahlen 5 Euro. Die Plätze sind begrenzt. Prüfe vor deinem Besuch die aktuellen Termine und buchbaren Tickets auf der Website der Lorenzkirche. Wenn dich nicht nur die Aussicht, sondern auch die Bauweise interessiert, ist die Führung um 15 Uhr besonders spannend: Du bekommst Einblicke in Bereiche, die beim normalen Kirchenbesuch nicht zugänglich sind.

Wann ist die Lorenzkirche geöffnet?

  • Montag bis Samstag: 9 bis 17:30 Uhr
  • Sonntag und Feiertage: 13 bis 15:30 Uhr

Während Gottesdiensten, Konzerten und besonderen Veranstaltungen ist ein Besuch leider nicht möglich. Prüfe deshalb am besten vorab den aktuellen Veranstaltungskalender.

Was kostet der Eintritt in die Lorenzkirche?

Für die normale Besichtigung wird kein regulärer Eintritt verlangt. Spenden sind willkommen und helfen dabei, das historische Bauwerk und seine Kunstschätze zu erhalten.

Wie viel Zeit solltest du für die Lorenzkirche einplanen?

Für einen kurzen Blick in die Kirche und auf die wichtigsten Kunstwerke reichen etwa 20 bis 30 Minuten. Wenn du dir das Sakramentshaus, den Engelsgruß und die Glasfenster in Ruhe anschauen möchtest, plane eher 30 bis 45 Minuten ein. Mit einer Kirchenführung solltest du ungefähr eine Stunde rechnen. Für eine Turmführung kommt ebenfalls rund eine Stunde hinzu.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe?

  • Königstraße: Die zentrale Straße führt vom Hauptbahnhof in Richtung Altstadt und direkt an der Lorenzkirche vorbei.
  • Fleischbrücke: Die historische Steinbrücke über die Pegnitz liegt nur wenige Gehminuten entfernt.
  • Heilig-Geist-Spital: Das markante historische Gebäude überspannt teilweise die Pegnitz.
  • Hauptmarkt: Hier findest du die Frauenkirche und den Schönen Brunnen.
  • Sebalduskirche: Die zweite große mittelalterliche Stadtkirche Nürnbergs liegt nördlich der Pegnitz.

Wenn du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in einer sinnvollen Reihenfolge besuchen möchtest, hilft dir unser Nürnberg-Altstadt-Rundgang.

Praktische Tipps für deinen Besuch

  • Kostet die Lorenzkirche Eintritt? – Nein, die normale Besichtigung ist kostenlos. Für Turmführungen und Konzerte können Gebühren anfallen.
  • Wann ist die Kirche geöffnet? – Regulär montags bis samstags von 9 bis 17:30 Uhr und sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 15:30 Uhr. Veranstaltungen können die Zeiten verändern.
  • Wann finden Kirchenführungen statt? – Öffentliche Führungen werden in der Regel täglich um 11 und 14 Uhr angeboten. Sie dauern etwa eine Stunde und sind kostenfrei; Spenden sind willkommen. Prüfe den aktuellen Terminplan vorab.
  • Wann kannst du den Turm besteigen? – Regulär samstags um 14 und 15 Uhr. Die Führungen dauern etwa 55 Minuten und kosten 8 Euro, für Kinder bis 14 Jahre 5 Euro.
  • Wie viel Zeit brauchst du für die Besichtigung? – Rechne für einen Rundgang etwa 30 bis 45 Minuten ein. Mit Führung oder Turmbesteigung dauert der Besuch länger.
  • Ist die Lorenzkirche barrierefrei? – Der Kirchenraum ist laut Tourismus Nürnberg für Rollstuhlfahrer zugänglich. Für Turmführungen ist der Aufstieg über Treppen nötig.

Mein persönlicher Tipp

Wenn du die Lorenzkirche besuchst, schau nicht nur auf die großen Kunstwerke, sondern achte auch auf die kleine Markierung am Chorpfeiler neben dem Sakramentshaus. Sie zeigt, wie hoch das Kunstwerk während des Zweiten Weltkriegs zum Schutz eingemauert war. Das ist ein erstaunlich Zeugnis dafür, wie die Nürnberger versucht haben, ihre Kunstschätze vor den Bombenangriffen zu retten.

Wenn du Zeit hast und am Samstag hier bist, lohnt sich die Turmführung mit Dachbodenbesichtigung um 15 Uhr. Du siehst dann nicht nur die Altstadt von oben, sondern bekommst auch einen Blick auf die Konstruktion des gewaltigen Kirchenbaus – eine Perspektive, die dir beim normalen Rundgang nicht zu sehen ist.

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