Nürnberg Hauptbahnhof

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Nürnberg Hauptbahnhof: Mehr als ein Bahnhof

Der Nürnberg Hauptbahnhof ist für viele der erste Ort, den sie von der Stadt sehen. Du steigst aus dem Zug, gehst durch die große Bahnhofshalle und stehst wenige Minuten später mitten in der Nürnberger Altstadt. Doch das Gebäude ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt: Seine neubarocke Fassade, die großen Hallen und die historischen Kunstwerken gehören zu den interessanten Bauwerken Nürnbergs.

Direkt gegenüber beginnt der Weg in die Altstadt. Du erreichst den Handwerkerhof, das Königstor und den Bereich rund um das Frauentor in wenigen Minuten zu Fuß. Wer etwas mehr Zeit hat, kann sogar unter den Bahnhof hinabsteigen: Dort befindet sich ein Schutzbunker aus dem Kalten Krieg, der bei Führungen besichtigt werden kann.

Was ist am Nürnberger Hauptbahnhof sehenswert?

  • Die neubarocke Fassade: Das heutige Empfangsgebäude wurde zwischen 1900 und 1906 errichtet. Mit seinen repräsentativen Eingängen, dem hervorgehobenen Mittelteil und den steinernen Fassaden unterscheidet es sich deutlich von vielen modernen Bahnhofsgebäuden.
  • Die große Mittelhalle: Hier laufen die Wege zwischen den Bahnsteigen, den Geschäften und den Ausgängen zusammen. Achte beim Durchqueren auf die Architektur und die reich gestalteten Portale.
  • Historische Mosaike: Im Bereich des heutigen DB-Reisezentrums befinden sich die Mosaike „Frankonia“ und „Norica“. Sie stammen aus der Jugendstilausstattung eines früheren Wartesaals und wurden 1906 geschaffen.
  • Der Handwerkerhof: Direkt gegenüber dem Bahnhof findest du eine kleine Anlage mit Fachwerkhäusern, Kunsthandwerk und fränkischer Gastronomie. Sie eignet sich gut für einen ersten Spaziergang in Nürnberg.
  • Der Atombunker: Unter dem Bahnhof liegt eine Schutzanlage aus der Zeit des Kalten Krieges. Bei einer gebuchten Führung erfährst du, wie sie im Ernstfall genutzt werden sollte.

Welche Geschichte hat der Nürnberger Hauptbahnhof?

Der erste Nürnberger Bahnhof wurde bereits 1846 vor dem damaligen Frauentor eröffnet. Das Empfangsgebäude war im neugotischen Stil gestaltet. Mit dem wachsenden Bahnverkehr wurde es im Laufe der Jahrzehnte zu klein und genügte den Anforderungen nicht mehr.

Deshalb entstand zwischen 1900 und 1906 ein deutlich größeres Empfangsgebäude nach Plänen des Architekten Carl Gustav von Zenger. Der Neubau wurde im Stil des Neubarock gestaltet. Die Fassade besteht aus hellem Kalkstein, und die Eingangsbereiche wurden repräsentativ ausgeführt. Der neue Bahnhof wurde 1906 fertiggestellt.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Bahnhof Schäden. Zwischen 1945 und 1956 wurde er wiederaufgebaut. Später folgten weitere Veränderungen, darunter der Umbau der Mittelhalle mit ihrer Kuppel in den Jahren 1977 und 1978 sowie Modernisierungen im Inneren um die Jahrtausendwende.

Wo findest du die historischen Mosaike im Hauptbahnhof?

Ein kleines Detail, das viele Reisende übersehen, sind die Mosaike „Frankonia“ und „Norica“. Sie gehörten zur Jugendstilausstattung eines früheren Warte- und Speisesaals, der nach Entwürfen von Bruno Paul gestaltet wurde. Die Mosaike entwarf Julius Diez; ausgeführt wurden sie von der Werkstatt Carl Ule in München. Heute befinden sie sich im Bereich des DB-Reisezentrums. Die Darstellungen verweisen unter anderem auf Franken und auf Nürnberger Persönlichkeiten und Traditionen.

Was hat es mit dem Atombunker unter dem Hauptbahnhof auf sich?

Unter dem Nürnberger Hauptbahnhof befindet sich eine Schutzanlage aus der Zeit des Kalten Krieges. Sie sollte im Fall eines atomaren, biologischen oder chemischen Angriffs Schutz bieten. Nach den Planungen hätten dort rund 2.300 Menschen für bis zu zwei Wochen untergebracht werden können.

Bei einer Führung lernst du die Räume und technischen Einrichtungen kennen und erfährst, wie man sich damals auf einen möglichen Ernstfall vorbereitete. Die Anlage macht anschaulich, welche Ängste und Sicherheitskonzepte die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg prägten. Die Besichtigung ist keine frei zugängliche Bahnhofsrunde, sondern findet im Rahmen einer gebuchten Führung statt. Die aktuellen Termine findest du bei Tourismus Nürnberg – Führung durch den Atombunker im Hauptbahnhof.

Mein Tipp: Wenn du dich für die jüngere Geschichte interessierst, ist der Bunker eine ungewöhnliche Ergänzung zu den mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten Nürnbergs. Plane dafür aber einen eigenen Termin ein. Du brauchst für diese außergewöhnliche Führung rund 75 Minuten Zeit.

Wie kommt man vom Hauptbahnhof in die Nürnberger Altstadt?

Der Hauptbahnhof liegt unmittelbar am südöstlichen Rand der Altstadt. Der überirdische Fußweg vom Hauptportal führt direkt in Richtung Handwerkerhof. Der Bahnhofsplatz wurde dafür so umgestaltet, dass Fußgänger bequem in Richtung Innenstadt gelangen. Diese Ziele erreichst du von hier aus besonders einfach:

  • Handwerkerhof Nürnberg: Direkt gegenüber dem Bahnhof. Ideal für einen kurzen Bummel zwischen Fachwerkhäusern, Handwerksgeschäften und Gaststätten. Mehr dazu auf der Seite Handwerkerhof Nürnberg.
  • Königstor: Der Durchgang durch die Stadtmauer liegt unmittelbar am Zugang zur Altstadt. Auf der Seite Königstor Nürnberg erfährst du mehr über die Geschichte des früheren Torbaus.
  • Frauentor und Frauentorturm: Hier kannst du einen weiteren Abschnitt der historischen Stadtbefestigung sehen. Die Seite Frauentor Nürnberg erklärt den Unterschied zwischen dem Stadtdurchgang und dem erhaltenen Wehrturm.
  • Königstraße: Durch die Königstraße kommst du am schnellsten in die Altstadt. Unterwegs kommst du an Geschäften und historischen Gebäuden vorbei. Mehr dazu findest du auf der Seite Königstraße Nürnberg.
  • Lorenzkirche: Wenn du deinen Stadtrundgang fortsetzen möchtest, kannst du über die Innenstadt zur gotischen Kirche gehen. Sie ist eines der markanten Bauwerke der südlichen Altstadt. Alle Infos zur Lorenzkirche.

Wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten besuchen möchtest, ist der Hauptbahnhof ein guter Startpunkt für einen Rundgang. Einen passenden Vorschlag findest du unter Nürnberg Altstadt Rundgang.

Welche Verkehrsmittel fahren am Nürnberger Hauptbahnhof?

Der Nürnberger Hauptbahnhof ist der zentrale Umsteigepunkt für den regionalen und überregionalen Bahnverkehr. Neben ICE-, IC- und Regionalzügen erreichst du hier die U-Bahn, Straßenbahn und mehrere Buslinien.

  • U-Bahn: Die Linien U1, U2 und U3 halten am Hauptbahnhof. Die U2 fährt unter anderem zum Flughafen Nürnberg.
  • Straßenbahn: Am Bahnhofsvorplatz halten mehrere Straßenbahnlinien, darunter die Linien 5, 7, 8 und 11.
  • Bus: Die Buslinien 43 und 44 verbinden den Bahnhof mit weiteren Stadtbereichen.
  • Taxi: Taxistände befinden sich an den Ausgängen des Bahnhofs.
  • Fahrrad: Am Bahnhof gibt es Fahrradabstellmöglichkeiten und ein Fahrradparkhaus

Wo am Nürnberger Hauptbahnhof parken?

Wenn du mit dem Auto zum Nürnberg Hauptbahnhof kommst, findest du direkt am Bahnhof mehrere Parkmöglichkeiten. Für einen kurzen Stopp oder zum Abholen von Reisenden ist der Außenparkplatz in der Bahnhofstraße 20 perfekt. Er bietet 40 Stellplätze und kostet für eine Stunde 2 Euro, ein ganzer Tag 12 Euro.

Für einen längeren Aufenthalt liegt das überdachte Parkhaus am Bahnhofsplatz 5 besonders günstig. Dort gibt es 486 Stellplätze. Die Zufahrt ist rund um die Uhr möglich. Das Parken kostet hier 3 Euro für eine Stunde und 22 Euro für 24 Stunden.

Wenn du nicht nur zum Bahnhof möchtest, sondern die Nürnberger Altstadt erkunden willst, lohnt sich auch ein Blick auf andere Parkhäuser im Zentrum. Die Stadt Nürnberg betreibt ein Parkleitsystem für rund 5.300 Stellplätze in öffentlichen Parkhäusern und Tiefgaragen. Die Belegungszahlen werden regelmäßig aktualisiert und zeigen dir, wo noch Plätze frei sind. In meiner Übersicht Parken in Nürnberg findest du alle Möglichkeiten und kannst deine Anreise gezielt planen.

Praktische Tipps zum Hauptbahnhof Nürnberg

  • Wann wurde der Nürnberger Hauptbahnhof gebaut? – Das heutige Empfangsgebäude entstand zwischen 1900 und 1906 und wurde im Stil des Neubarock gestaltet.
  • Wo liegt der Hauptbahnhof Nürnberg? – Am Bahnhofsplatz 9, 90443 Nürnberg, direkt am südöstlichen Rand der Altstadt.
  • Was ist am Hauptbahnhof sehenswert? – Neben der Architektur sind die historischen Mosaike „Frankonia“ und „Norica“ sowie der Atombunker aus dem Kalten Krieg interessant.
  • Kann man den Atombunker im Hauptbahnhof besichtigen? – Ja, im Rahmen einer gebuchten Führung. Die aktuellen Termine und Preise findest du bei Tourismus Nürnberg.
  • Wie weit ist es vom Hauptbahnhof zum Handwerkerhof? – Der Handwerkerhof liegt direkt gegenüber und ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
  • Welche U-Bahn-Linien halten am Hauptbahnhof? – Die Linien U1, U2 und U3.
  • Ist der Hauptbahnhof Nürnberg barrierefrei? – Der Bahnhof bietet Informationen zur Barrierefreiheit und zu Aufzügen. Prüfe vor der Fahrt die aktuelle Ausstattung und mögliche Störungen auf der offiziellen Bahnhofseite.
  • Wo finde ich aktuelle Zugverbindungen? – Die Deutsche Bahn veröffentlicht Abfahrten, Ankünfte und Fahrplanänderungen online auf der offiziellen Seite zum Nürnberg Hauptbahnhof.

Mein persönlicher Tipp

Wenn du mit dem Zug in Nürnberg ankommst und die Altstadt zum ersten Mal besuchst, geh nicht sofort in die U-Bahn oder auf direktem Weg zum nächsten Ziel. Nimm dir ein paar Minuten, um die große Bahnhofshalle und die Fassade anzusehen. Danach gehst du über den Platz zum Handwerkerhof und durch den Bereich von Königstor und Frauentor in die Altstadt. So beginnt dein Stadtrundgang direkt am Bahnhof, ohne dass du dafür einen Umweg machen musst. Und wenn du einen längeren Aufenthalt hast, lohnt sich die Bunkerführung als Kontrast zu den bekannten mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten.

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