Burggarten Nürnberg

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Burggarten Nürnberg: Blumen und alte Bäume an der Kaiserburg

Wenn du zur Nürnberger Kaiserburg hinaufgehst, solltest du dir auch den Burggarten anschauen! Er liegt auf den alten Bastionen nördlich und westlich der Burg. Im oberen Garten wachsen Rosen in rechteckigen Beeten. Unten stehen Bäume in streng geschnittenen Rondellen. Dazwischen führen Wege an den alten Mauern entlang.

Der Garten ist kein großer Park, in dem du stundenlang spazieren gehst. Für einen Rundgang reichen etwa 20 bis 30 Minuten. Dafür bekommst du einen anderen Blick auf die Burganlage. Die Nürnberger lieben diesen kleinen Garten. Achtung: Hunde und andere Tiere dürfen nicht mit in den Burggarten. Auch Fahrräder und andere Fahrzeuge sind nicht erlaubt. Kinderwagen und Rollstühle sind ausgenommen.

Der Eintritt ist kostenlos. Du brauchst also kein Ticket für die Kaiserburg kaufen, wenn du nur durch den Garten gehen möchtest. Beachte aber die Öffnungszeiten: Im Winter ist der ganze Burggarten geschlossen. Die genauen Öffnungszeiten findest du hier auf der Webseite.

Wo liegt der Burggarten in Nürnberg?

Der Burggarten liegt direkt neben der Kaiserburg Nürnberg, auf den oberen und unteren Bastionen der historischen Befestigungsanlage. Einen eigenen Straßeneingang gibt es nicht. Du gehst durch das Burggelände zum Garten. Ein Zugang befindet sich beim Burgamtmannsgebäude. Du kannst auch von der Kaiserstallung kommen, in der heute die Jugendherberge untergebracht ist. Dort gehst du links am Fünfeckturm durch ein kleines Tor auf die obere Bastion und in den Rosengarten. Vom Hauptmarkt aus gehst du beim Schönen Brunnen vorbei, über die Sebalduskirche und die Burgstraße hinauf.

In der Nähe liegen weitere Sehenswürdigkeiten:

Was gibt es im Burggarten zu sehen?

Der Burggarten besteht aus zwei Bereichen. Oben liegt der Rosengarten mit seinen geometrisch angelegten Beeten. Unten geht es zwischen geschnittenen Bäumen und den alten Befestigungsmauern weiter.

Der Rosengarten auf der oberen Bastion

Der obere Garten ist der Teil mit den Blumenbeeten. Das Rosenquartier liegt in der Mitte einer rechteckigen Anlage, die von einer Baumreihe eingerahmt wird. Im Sommer blühen hier die Rosen. Dazwischen kannst du auf den Wegen an den steinernen Beetbegrenzungen entlanggehen. Die Anlage ist symmetrisch gestaltet. Das unterscheidet sie von einem Naturgarten, in dem Pflanzen frei wachsen dürfen. Die geschnittenen Baumkronen und die geometrischen Beete passen zur historischen Umgebung der Kaiserburg. Am schönsten ist der Garten während der Blütezeit im Frühjahr und Sommer. Wenn du hauptsächlich wegen der Rosen kommst, solltest du deinen Besuch nicht bis zum Ende der Gartensaison aufschieben.

Der untere Burggarten auf der Tiergärtnertorbastei

Vom Rosengarten führt ein Weg hinunter auf die untere Bastion, die auch Tiergärtnertorbastei genannt wird. Hier stehen nicht die Blumen im Mittelpunkt, sondern die Bäume. Ein rundes Ensemble aus geschnittenen Feldahornen bildet das Zentrum der Anlage. Der untere Garten ist ruhiger gestaltet. Du gehst zwischen den Bäumen und den alten Mauern entlang und siehst dabei, wie die Grünanlage auf die frühere Befestigung der Burg gesetzt wurde. Die Bastionen entstanden im 16. Jahrhundert, als Nürnberg seine Verteidigungsanlagen verstärkte. Verpasse nicht diesen Teil des Burggartens! Viele Besucher kommen nur in den Rosengarten und verpassen die untere Bastion.

Welche Geschichte hat der Burggarten?

Gärten gab es rund um die Kaiserburg schon lange vor der heutigen Anlage. Auf einer Darstellung der Burg aus dem Jahr 1425 ist bereits ein Baumgarten zu sehen. Kaiser Friedrich III. ließ im 15. Jahrhundert außerdem auf der Südseite des Palas sogenannte „Hängende Gärten“ anlegen. Diese lagen auf Pfeilern und trugen Wein, Blumen und kleine Obstbäume. Sie befanden sich allerdings an einer anderen Stelle als der heutige Burggarten.

Die Bastionen an der Nord- und Westseite der Burg entstanden zwischen 1538 und 1545. Sie waren Teil der verstärkten Befestigung. Erst später wurde aus diesen militärischen Flächen ein Garten. Im Jahr 1852 beschloss König Maximilian II. von Bayern, die nördlichen Festungswerke in einen Schlossgarten umwandeln zu lassen. Der Oberhofgärtner Karl Effner legte 1855 die Pläne vor. Vorgesehen waren Blumenbeete auf den Bastionen sowie geschwungene Wege auf den verbindenden Abschnitten. Der Garten sollte auch den Nürnberger Bürgern offenstehen.

Wann ist der Burggarten Nürnberg geöffnet?

Der Burggarten ist nicht das ganze Jahr zugänglich. Offiziell ist der Burggarten vom 26. März bis zum 1. November geöffnet. Der Zugang ist täglich ab 8 Uhr möglich. Geschlossen wird bei Einbruch der Dunkelheit, spätestens um 20 Uhr. Im Winter ist der Garten geschlossen. Die offiziellen Informationen findest du bei den Kaiserburg Nürnberg – Öffnungszeiten.

ZeitraumÖffnungszeiten
26. März bis 1. NovemberTäglich ab 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, spätestens 20 Uhr
2. November bis 25. MärzGeschlossen

Kostet der Burggarten Eintritt?

Nein. Der Burggarten ist kostenlos zugänglich. Du kannst durch die Blumenbeete spazieren, die Bäume ansehen und auf einer Bank sitzen, ohne eine Eintrittskarte zu kaufen. Für die Besichtigung der Burg-Innenräume brauchst du jedoch ein Ticket!

AngebotEintritt
BurggartenKostenlos
Maria Sibylla Merian-GartenKostenlos
Kaiserburg-Gesamtkarte mit Palas, Museum, Tiefem Brunnen und Sinwellturm10 € regulär, 9 € ermäßigt
Palas mit Doppelkapelle und Kaiserburg-Museum7 € regulär, 6 € ermäßigt
Tiefer Brunnen und Sinwellturm4 € regulär, 3 € ermäßigt

Ist der Burggarten barrierefrei?

Der Zugang über das Burgamtmannsgebäude ist stufenlos. Allerdings ist der Weg an der steilsten Stelle etwa zehn Prozent steil. Der untere Zugang über die Ölbergstraße ist wegen des historischen Kopfsteinpflasters für Rollstuhlfahrer nicht zu empfehlen. Wenn du mit Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs bist, solltest du möglichst den oberen Zugang wählen und die Steigung berücksichtigen. Die historischen Wege sind nicht überall so eben wie in einem modernen Park.

Lohnt sich der Burggarten auch ohne Besichtigung der Kaiserburg?

Ja. Der Garten ist ein eigenes Ausflugsziel, wenn du Blumen, alte Bäume und Grünflächen magst. Für einen Spaziergang durch beide Gartenteile solltest du etwa 20 bis 30 Minuten rechnen. Wenn du fotografierst oder auf einer Bank sitzen möchtest, kannst du natürlich länger bleiben.

Was ist der Unterschied zwischen Burggarten, Bürgermeistergarten und Merian-Garten?

Rund um die Kaiserburg gibt es mehrere Gartenanlagen. Sie liegen dicht beieinander, sind aber unterschiedlich gestaltet. Wenn du nach dem Burggarten noch Zeit hast, kannst du durch den Bürgermeistergarten weiter zum Tiergärtnertorplatz gehen. Der Weg ist verwinkelter als im Rosengarten und führt dich direkt zu den historischen Häusern unterhalb der Kaiserburg.

Burggarten: Das ist die große Gartenanlage auf den oberen und unteren Bastionen. Hier findest du den Rosengarten, geometrisch angelegte Beete und das Baumrondell auf der unteren Bastion.

Bürgermeistergarten: Dieser kleine Garten liegt entlang der Burgmauer. Der Weg führt durch steinerne Tore, vorbei an Figuren, Treppen und Bänken. Von einer steinernen Galerie blickst du hinunter auf den Tiergärtnertorplatz und das Albrecht-Dürer-Haus. Der Name geht darauf zurück, dass dieser Abschnitt der Burganlage früher an den Bürgermeister vermietet war.

Maria Sibylla Merian-Garten: Der kleinere Garten liegt neben dem Heidenturm und erinnert an die Nürnberger Künstlerin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian. Sie beschäftigte sich unter anderem mit Pflanzen und Insekten. Die Anlage ist nicht täglich geöffnet: In der Gartensaison gelten eingeschränkte Öffnungszeiten am Sonntag und Montag.

Wo kannst du in der Nähe des Burggartens parken?

Direkt an der Kaiserburg gibt es keine größeren Besucherparkplätze. Wenn du mit dem Auto kommst, parkst du am besten in der Innenstadt und gehst den letzten Teil des Weges zu Fuß. Das lässt sich gut mit einem Rundgang durch St. Sebald verbinden.

Eine Möglichkeit ist das Parkhaus Hauptmarkt. Von dort gehst du durch die Altstadt hinauf zur Kaiserburg. Weitere Parkhäuser, Zufahrten und Hinweise zu den Gebühren findest du auf unserer Seite Parken in Nürnberg.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe des Burggartens?

  • Kaiserburg Nürnberg: Die Burganlage mit dem Palas, dem Museum, dem Tiefen Brunnen und dem Sinwellturm liegt gleich neben dem Garten.
  • Tiergärtnertorplatz Nürnberg: Unterhalb der Burg stehen historische Bürgerhäuser rund um den bekannten Platz.
  • Albrecht-Dürer-Haus: Das ehemalige Wohnhaus des Künstlers liegt am Tiergärtnertorplatz.
  • Pilatushaus Nürnberg: Das Fachwerkhaus fällt durch seinen hohen Giebel und die Ritterfigur an der Hausecke auf.
  • Hauptmarkt Nürnberg: Vom Burggarten gehst du über die Burgstraße hinunter zum zentralen Platz mit Frauenkirche und Schöner Brunnen.
  • St. Sebald Nürnberg: Hier findest du weitere Sehenswürdigkeiten im nördlichen Teil der Altstadt.

Häufige Fragen zum Burggarten Nürnberg

  • Wo liegt der Burggarten? – Direkt an der Nord- und Westseite der Kaiserburg, auf den oberen und unteren Bastionen.
  • Was kostet der Eintritt? – Der Burggarten ist kostenlos zugänglich.
  • Wann ist der Burggarten geöffnet? – Vom 26. März bis zum 1. November täglich ab 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, spätestens bis 20 Uhr.
  • Ist der Burggarten im Winter geöffnet? – Nein. Die Anlage ist vom 2. November bis zum 25. März geschlossen.
  • Was gibt es dort zu sehen? – Oben liegt der Rosengarten mit geometrischen Blumenbeeten. Unten findest du das Baumrondell aus geschnittenen Feldahornen.
  • Wie viel Zeit brauche ich? – Für beide Gartenteile reichen etwa 20 bis 30 Minuten.
  • Ist der Burggarten barrierefrei? – Der obere Zugang ist stufenlos, allerdings steil. Der untere Zugang über die Ölbergstraße ist wegen des Kopfsteinpflasters für Rollstuhlfahrer nicht zu empfehlen.
  • Darf ich meinen Hund mitbringen? – Nein. Hunde und andere Tiere sind im Burggarten nicht erlaubt.
  • Kann ich den Burggarten ohne Ticket für die Kaiserburg besuchen? – Ja. Für den Garten brauchst du keine Eintrittskarte.
  • Wann blühen die Rosen? – Die Hauptblüte liegt in den wärmeren Monaten. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Wetter und von der Pflege der Beete ab.

Mein persönlicher Tipp

Wenn du den Burggarten besuchst, geh bis zur unteren Bastion hinunter und nicht nur durch den Rosengarten. Das Baumrondell sieht ganz anders aus als die Blumenbeete oben und du bekommst einen besseren Eindruck von den alten Befestigungsmauern. Anschließend kannst du durch den Bürgermeistergarten zum Tiergärtnertorplatz weitergehen. Dort stehst du zwischen den historischen Bürgerhäusern direkt unterhalb der Kaiserburg. So verbindest du den Gartenbesuch mit einem Spaziergang durch das alte Burgviertel. Wenn du gerne weitere Burgen mit Garten entdecken willst, empfehle ich dir die Burg Landshut in Bernkastel-Kues.

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