Albrecht-Dürer-Platz Nürnberg: Das Denkmal für den berühmten Maler
Der Albrecht-Dürer-Platz in Nürnberg liegt im Burgviertel, nur wenige Schritte vom Albrecht-Dürer-Haus entfernt. Hier steht ein Denkmal für den berühmten Maler und Grafiker. Der Platz ist kein großer, weitläufiger Stadtplatz, sondern ein kleiner Ort mit Geschichte – und ein guter Zwischenstopp, wenn du die Nürnberger Altstadt zu Fuß erkundest.
Das Denkmal wurde im 19. Jahrhundert errichtet und gilt als das erste Künstlerdenkmal Deutschlands. Wenn du durch die Nürnberger Altstadt spazieren möchtest, kannst du den Platz gut mit dem Albrecht-Dürer-Haus, dem Tiergärtnertorplatz und der Kaiserburg verbinden.
Was gibt es am Albrecht-Dürer-Platz zu sehen?
Der Blick fällt sofort auf die bronzene Figur Albrecht Dürers, die oben auf einem Sockel steht. Der Künstler blickt über den Platz und erinnert daran, welche Bedeutung Nürnberg für die Kunstgeschichte hatte. Dürer lebte von 1509 bis zu seinem Tod im Jahr 1528 im nahe gelegenen Dürer-Haus. Er war nicht nur Maler, sondern auch Zeichner, Grafiker und Kunsttheoretiker. Seine Holzschnitte und Kupferstiche machten ihn weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus bekannt.
Wer hat das Albrecht-Dürer-Denkmal geschaffen?
Entworfen wurde das Denkmal vom Bildhauer Christian Daniel Rauch. Den Bronzeguss übernahm Jacob Daniel Burgschmiet, ein Nürnberger Bildhauer und Erzgießer. Die Grundsteinlegung fand 1828 statt. Das Jahr war bewusst gewählt: Es jährte sich zum 300. Mal der Todestag Albrecht Dürers. Die feierliche Einweihung folgte 1840. Das Denkmal gilt als das erste in Deutschland, das einem Künstler gewidmet wurde.
Die Ehrung entstand in einer Zeit, in der sich das Interesse an der mittelalterlichen Vergangenheit Nürnbergs neu entwickelte. Nach der Blütezeit der Reichsstadt war ihre Bedeutung über längere Zeit in den Hintergrund getreten. Schriftsteller, Künstler und Kunstliebhaber rückten die historische Architektur und die berühmten Persönlichkeiten der Stadt wieder stärker ins Bewusstsein. Auch König Ludwig I. von Bayern unterstützte die Dürer-Verehrung.
Wie kommst du vom Albrecht-Dürer-Platz zum Dürer-Haus?
Das Albrecht-Dürer-Haus befindet sich ganz in der Nähe. Beide Orte lassen sich bei einem Spaziergang durch das Burgviertel besuchen. Im Museum bekommst du einen Einblick in Dürers Wohn- und Arbeitswelt. Das Haus stammt aus der Zeit um 1420; Dürer erwarb es 1509 und lebte dort bis zu seinem Tod. Die Ausstellung zeigt, wie der Künstler und seine Familie lebten und arbeiteten. Auch die Mal- und Drucktechniken seiner Zeit werden anschaulich vermittelt. Wenn du nur wenig Zeit hast, reicht ein kurzer Blick auf das Denkmal. Möchtest du mehr über Dürers Leben erfahren, lohnt sich zusätzlich der Museumsbesuch. Plane dafür ungefähr 45 Minuten ein.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe?
- Albrecht-Dürer-Haus: Das ehemalige Wohn- und Arbeitshaus des Künstlers ist heute ein Museum.
- Tiergärtnertorplatz: Der beliebte Treffpunkt liegt gleich in der Nähe und bietet einen schönen Blick auf das Dürer-Haus und die Kaiserburg.
- Tiergärtnertor: Das historische Stadttor gehört zu den markanten Bauwerken im Burgviertel.
- Kaiserburg: Von hier geht es bergauf zum Wahrzeichen Nürnbergs. Für den Besuch der Burg und ihrer Museen solltest du mehr Zeit einplanen.
- Historische Felsengänge: Unter der Altstadt verläuft ein weit verzweigtes System historischer Felsenkeller, die du im Rahmen einer Führung erkunden kannst.
Wenn du die Altstadt zum ersten Mal besuchst, lässt sich der Platz gut in einen längeren Rundgang durch Nürnberg einbauen.
Praktische Tipps für deinen Besuch
- Kostet der Besuch des Albrecht-Dürer-Platzes Eintritt? – Nein, der Platz und das Denkmal sind frei zugänglich. Du benötigst kein Ticket.
- Wie viel Zeit solltest du einplanen? – Für das Denkmal reichen meist 5 bis 10 Minuten. Wenn du das Dürer-Haus oder die Kaiserburg besuchen möchtest, kommt entsprechend Zeit dazu.
- Wo liegt der Platz? – Du findest ihn im nördlichen Teil der Nürnberger Altstadt, im Burgviertel nahe dem Albrecht-Dürer-Haus.
- Kannst du den Platz mit anderen Sehenswürdigkeiten verbinden? – Ja, besonders gut mit dem Dürer-Haus, dem Tiergärtnertorplatz und der Kaiserburg.
- Kannst du direkt am Platz parken? – Verlasse dich nicht auf einen Parkplatz direkt vor Ort. Wenn du mit dem Auto anreist, informiere dich vorab über die Parkmöglichkeiten in der Nürnberger Altstadt. Im Burgviertel gibt es verkehrsberuhigte Bereiche und Einschränkungen für den Autoverkehr.
- Ist der Platz für einen Besuch mit Kindern geeignet? – Ja, als kurzer Zwischenstopp beim Altstadtspaziergang. Wenn Kinder mehr Bewegung brauchen, lässt sich der Besuch mit einem längeren Rundgang durch das Burgviertel verbinden.
Mein persönlicher Tipp
Schau dir Dürers Denkmal einmal aus der Nähe an und achte auf den Zweig in seiner rechten Hand. Solche Details gehen leicht unter, wenn man nur kurz für ein Foto stehen bleibt. Wenn du dich für Dürers Leben interessierst, lohnt sich außerdem ein Abstecher zum Johannisfriedhof: Dort liegt der Künstler begraben. Der Friedhof liegt aber außerhalb des Burgviertels.

